Motivation#

Forschungs- und Arbeitsgebiet#

Diese Arbeit wird sich damit beschäftigen, ein Exponat zum Thema “Internetzensur” einzurichten und wird u.a. in der Landesbibliothek Badewürttemberg zum übergeordneten Thema “geheimes Wissen - verbotene Bücher” ausgestellt und könnte anschließend auch in anderen Bibliotheken und Museen untergebracht werden. Dazu werde ich eine Endnutzerschnittstelle einrichten, die in der Ausstellung für Besucher über ein Touchdisplay zugänglich gemacht werden soll. Dort soll den Besuchern erklärt werden, wie Internetzensur technisch umgesetzt wird, dabei werde ich die Grundkonzepte und ein paar unterschiedliche Fallbeispiele genauer erläutern. Ich sehe es auch als sinnvoll an, den Besuchern zu erklären, wie unterschiedliche Strategien funktionieren, diese unterschiedlichen Arten der Zensur auch wieder zu umgehen, bspw. das TOR System, oder Covert Channels (ein anderer Begriff muss noch bestimmt werden), wobei ich speziell auf “Minecraft tunnels for covert communications” [1] eingehen will, da das ein, für einige Besucher, interessanten Einblick in das Thema liefert. Zensurumgehung wird auch eine wichtige Rolle spielen, z.T. auch weil es die direkte Anbindung an das Überthema der Ausstellung ist. Zusätzlich zu diesen technischen Aspekten werde ich auch auf einige Fallbeispiele eingehen, wie Internetzensur für negative, bzw. für weniger negative Zwecke eingesetzt wird, wobei ich mich auf ein paar Länder aus dem “Freedom on the Net Report” [2] speziell fokussieren werde. Als geeignet fände ich dabei Deutschland selber (um einen Überblick über die eigene Situation zu haben), China mit der passenden Überschrift “Great Firewall” [3] (dieses Land eignet sich da die dortige Internetzensur, bereits sehr umfangreich untersucht wurde und China als natürlich auch ein großes, bekanntes Beispiel dafür ist), aus aktuellem Anlass würde ich auch auf Iran eingehen, da dort die Motivation hinter der Zensur, durch einen andauernden Konflikt anders ist. Ich werde auch noch auf weniger große Projekte, wie bspw. das Blockieren von Spielen an Rechnern in Schulen und ein paar andere kleinen Beispiele eingehen.
Die Arbeit wird sich also hauptsächlich damit beschäftigen, existierende Literatur zu Untersuchen und für ein Publikum mit eingeschränktem Vorwissen gegenüber der Funktionsweise des Internets, aufzubereiten und möglichst benutzerfreundlich und für einfache Interaktion geeignet, zu präsentieren, weswegen ein weiterer Aspekt der Arbeit sein wird die Endnutzerschnittstelle möglichst übersichtlich und verständlich zu gestalten, damit die Besucher schnell ein möglichst umfangreichen Überblick zum Thema haben und sich dann bei Bedarf genauer in bestimmte Aspekte einlesen können.

Bereich der Arbeit#

Die Themengebiete der Arbeit umfassen vor allem zwei große Bereiche: Internetzensur in einem relativ breiten Maß und die Aufbereitung dieser Daten für ein möglichst breites Publikum. Ich werde möglichst viele Aspekte der Internetzensur erklären, wobei ich nicht das Interesse der Besucher verlieren will. Deswegen ist es nicht vorgesehen zu tief in technische Aspekte, wie das gesamte ISO-OSI-Schichtenmodell einzugehen. Ich werde mich daher in zu präsentierenden Medien auf eher einfachere Terminologie beschränken und Details, die nicht zwangsläufig notwendig für das Verständnis der Arbeit sind, so kurz wie möglich halten, da man nicht davon ausgehen kann, dass die Besucher der Ausstellung besonderes Interesse an der Funktionsweise des Internets haben (für interessierte Besucher werden auch detailliertere Erklärungen bereitgestellt, aber nur in dem Umfang, der dem Verständnis von Internetzensur nutzt, da das Exponat sonst den Rahmen der Veranstaltung sprengt).
Worauf ich aber doch im Detail eingehen will, sind Ideen zu den Strategien hinter Internetzensur und deren Umgehung. Ich will meine Fallbeispiele auch genau erläutern, da deren technische Hintergründe einfacher auf ein notwendiges Minimum beschränkt werden können und die interessanteren Teile dafür ausführlicher erklärt werden können.
Ein sout{kleines} textbf{großes} Themengebiet wird Web-Development sein, da dies dass Hauptmedium des Exponats werden soll (Alternativen zu einer webbasierten Endnutzerschnittstelle wären auch möglich, sind aber aufgrund der geplanten Plattformunabhängigkeit, nicht so gut geeignet, wie eine einfache Website) und ich noch keine großen Erfahrungen in dem Bereich habe, weswegen dort auch ein paar Nachforschungen für Heuristiken/Konventionen u.ä. beim Erstellen informativer Websites notwendig sein werden, neben dem Umgang mit HTML/CSS/JavaScript.